Am Ende eines langen Jahres…

18. Dezember 2008

… zieht man gewöhnlicherweise Bilanz. In vielen Betrieben geht es gerade ziemlich hektisch zu - und das nicht nur wegen des Weihnachstgeschäfts. Vielmehr steht der Jahresabschluss an. Verkürzt gesagt: Alle Dinge müssen kaufmännisch geordnet werden, damit man den Überblick behält. Das Ganze nennt sich dann Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung.

Wie sieht unsere Bilanz für das zurückliegende Jahr aus? Bei der Vielzahl der Ereignisse fällt es gar nicht so leicht das zu beschreiben. Da haben es Kaufleute dann doch ein wenig einfacher. In Zahlen ausgedrückt sieht das Jahr 2008 in der Evangelischen Jugend im Dekanat Gladenbach folgendermaßen aus:

7 Jugendgottesdienste und 1 Freizeitdankgottesdienst mit insgesamt rund 500 Besuchern
2 Mitarbeitergrundkurse mit über 50 jungen und motivierten Mitarbeitern
1 Ostertreffen, das 53. mittlerweile, mit rund 400 Besuchern
1 Jugendkirchentag in Rüsselsheim mit einem 50-köpfigen Mitarbeiterteam und weiteren 50 Teilnehmern aus unserem Dekanat
1 Bollerwagenaktion beim Gladenbacher Kirschenmarkt mit glücklichen Händlern
2 Sommerfreizeiten in Slowenien mit 120 Teilnehmern
1 Herbstfreizeit in Schottland mit 31 Jungen Erwachsenen
1 Action-Kanu-Tour mit 30 Teilnehmern
4 Jugendbibelwochen-Veranstaltungsorte mit insgesamt über 200 Besuchern pro Abend
1 live-in-concert-Festival, dieses Mal im BGH Steffenberg mit 500 Musikbegeisterten
1 Adventskranzaktion mit über 120 Kränzen, Türkränzen und Gestecken

Erfreuliche Dinge, klar. Doch was sagen diese Zahlen eigentlich aus über das vergangene Jahr? Kann man den Erfolg oder Mißerfolg von Jugendarbeit überhaupt in Zahlen messen?

“Ich lebe - und ihr sollt auch leben”, so hieß es in der Jahreslosung 2008. Persönlich musste ich gleich mehrfach im zurückliegenden Jahr erfahren, wie zerbrechlich Leben ist. Viele andere Ereignisse geraten da schnell in den Hintergrund.

Und dennoch gilt diese Zusage allen Menschen, und eben auch denen, die wir in diesem Jahr mit unserer Arbeit erreicht haben. Weil Jesus lebt und den Tod besiegt hat, ist auch für uns der Tod überwunden und wir dürfen Hoffnung auf ein Wiedersehen haben. Und: Weil Jesus lebt und selbst vorgelebt hat, wie sich Gott unser Zusammenleben vorgestellt hat, bekommen wir einen Geschmack und eine Vorstellung davon, was Leben überhaupt ist.

Wenn das spürbar war bei den Veranstaltungen und Begegnungen des vergangenen Jahres, dann war 2008 ein gutes Jahr für unsere Jugendarbeit.

Verbunden mit einem herzlich Dank an alle Mitarbeitenden wünsche ich Euch gesegnete Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Euer Klaus

Schottland, das Land wo man Gottes Genialität neu entdecken kann!

13. Oktober 2008

Wenige Stunden sind vergangen, seid wir wieder den einheimischen Hinterländer Boden betreten haben. Ich bin noch ganz fasziniert von dem tollen Land Schottland.
Als wir vor 12 Tagen unsere Fahrt nach Schottland antraten, wusste ich noch nicht, was mich da erwarten würde. Klar, ich hatte von den anderen gehört, dass es ein schönes Land ist, aber irgendwie gab es ja auch noch die vielen Stimmen im Kopf, die mich vorher gefragt haben: “Schottland im Herbst, wie kann man sowas machen?”. All denen sei vorweg schon einmal gesagt, dass kann man sehr gut machen! :-)
Als wir nach einer anstrengenden Fahrt mit einem längerem Zwischenstop auf einer englischen Raststätte- unser Schlumpf meinte, er bräuchte ausgerechnet in dem Moment eine neue Wasserpumpe- in Inchree ankamen, war es schon dunkel. Nun galt es erst einmal sich auszuruhen und mal wieder ein paar Stunden ordentlich zu schlafen! Am nächsten Morgen weckte uns dann der Regen und der Tag versprach auf den ersten Blick nicht wirklich schön zu werden. Doch wir wurden eines besseren belehrt! Mittags kam die Sonne raus und Schottland zeigte sich von seiner besten Seite! Morgens hatten wir eine Bibelarbeit zum Thema Schöpfung und in diesem Land bekommt das Thema noch einmal eine ganz andere Bedeutung! Ich habe schon viele schöne Flecken auf der Welt gesehen, aber noch keinen so schönen wie in Schottland. Irgendwie geht man die ganze Zeit staunend und mit offenen Augen dadurch und hat ständig das Gefühl, man muss jeden Moment, jeden Anblick in sich aufsaugen.

Das ist der Flecken Erde, wo man Gottes Genialität neu entdecken kann und darf! Viele Spaziergänge wurden einfach nur zu einem Erlebnis und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so bewußt durch die Landschaft gegangen bin. Wer einmal die Gelegenheit bekommt, in dieses Land zu reisen, sollte das auf jedenfall tun, ganz egal ob es Herbst ist oder nicht. Dieses Land ist einfach in jeder Jahreszeit eine Reise wert!
Und auch der schottische Gottesdienst war ein besonderes Erlebnis, wir sind dort mit einer Herzlichkeit begrüßt worden, die schon beschämend war. Ich glaube als Fremde fühlt man sich in unseren Gottesdiensten nicht so willkommen und wohl. Kurz nachdem wir ankamen leuchtete uns von der Großbildleinwand schon ein Herzliches willkommen unseren Freunden aus Germany entgegen und auch in der Begrüßung wurden wir noch einmal ganz herzlich empfangen! Es war gut, dass wir so früh da waren, denn an diesem Tag gab es Abendmahl und man hatte nicht mit einem so großen Ansturm gerechnet, also wurde das komplette Abendsmahlgeschirr noch einmal vom Altar geräumt und hektisch aufgestockt, sodass am Ende jeder ein Pinchen Wein abbekam ;-)
Ich danke Gott für die Bewahrung auf der Fahrt, für die tollen Eindrücke in diesen Tagen und den anderen TeilnehmerInnen für die gute Gemeinschaft und gemeinsamen Erlebnisse, die diesen Urlaub unvergesslich machen!
Liebe Grüße
Christine

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende, nun kommt der heiße Herbst!

13. September 2008

Langsam lässt es sich nun wirklich nicht mehr verleugnen, der Sommer geht langsam zu Ende. Abends wird es jetzt immer früher dunkel, die Blätter fallen von den Bäumen und oft ist es trübe am Tag.
Ein langer Sommer mit vielen Highlights liegt hinter uns! Im Mai war der Jugendkirchentag in Rüsselsheim. Zum ersten Mal haben wir mit dem Dekanat Dillenburg einen eigenen Themenpark gestaltet. “Abseits der Falle” hieß es vier Tage lang am Theater in Rüsselsheim. Viele Jugendliche aus unserem Dekanat haben daran teilgenommen und konnten “good days and nights” erleben. Jugendgottesdienste, Konzerte, Bibelarbeiten, Interviews mit Prominenten, Sport, Spiel, Action und Kreatives wurden dort geboten. Leider war der Jugendkirchentag insgesamt nicht so gut besucht, doch alle die da waren, waren sich einig: Es war ein tolles Erlebnis und jeder, der nicht da war hat etwas verpasst!
Erstmals haben wir vor den Sommerferien einen Sommerjugo auf der Schutzhütte in Runzhausen veranstaltet. Bei strahlendem Sonnenschein haben viele den Weg dorthin gefunden und mit den Gästen aus Tansania einen schönen Gottesdienst gefeiert. Anschließend gab es noch Cocktails und Bratwürstchen, sicherlich eine Veranstaltung, die nicht zum letzten Mal stattfand!
Und in den Sommerferien standen dann wieder die zwei integrativen Sommerfreizeiten auf dem Plan. Nach einem turbulenten Frühjahr, dass uns ein paar Nerven gekostet hat, stand dann fest: Wir fahren nicht wie geplant nach Kroatien, sondern nach Slowenien! Das Haus, was wir in Kroatien gebucht hatten, hatte den Besitzer gewechselt und dieser fühlte sich nicht an die bestehenden Verträge gebunden. Also hieß es für Stefan, Klaus und Christine auf den letzten Drücker ein neues Haus zu finden, dass vier Wochen lang für beide Freizeiten zur Verfügung stand. Kein leichtes Unternehmen, denn große Gruppenhäuser werden normalerweise immer mindestens ein Jahr im voraus gebucht… Aber zum Glück ist es uns doch gelungen! Also konnten sich fast 120 TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen auf den Weg nach Portoroz in Slowenien machen. Dort erlebten die Freizeiten für 16- 18 jährige und für 13-15 jährige jeweils zwei schöne Wochen. Und ich denke, dieses Haus war mehr als nur eine “Notlösung”. Ich bin immer wieder froh und dankbar, wenn so viele Menschen nach erlebnisreichen Tagen alle wieder gut und unversehrt zurück kommen. Ich glaube das ist nicht selbstverständlich und ein Grund, Gott für seine Bewahrung zu danken.
Zum Abschluss des Sommers gab es dann noch das Konfi- Kanuwochenende, dass Stefan mit einigen Mitarbeitern gemeistert hat. Auch hier waren noch mal über 30 Menschen unterwegs. Dieses Wochenende war quasi erstmal die letzte Amtshandlung von unserem lieben Dekanatsjugendpfarrer Stefan Föste. Am 1. September hat er sich für ein halbes Jahr in Elternzeit verabschiedet. Wir freuen uns für ihn, dass er jetzt mal richtig Zeit für seine Familie hat und auch mal selbst etwas Luft holen kann. Ab März wird er uns und seiner Gemeinde dann wieder voll zur Verfügung stehen! Und zum Glück hat sich die Kirchenleitung auch darauf eingelassen, dass es eine Vertretungsregelung gibt! Nathalie Wunderlich wird ein halbes Jahr lang ihn in manchen Bereichen in der Gemeinde vertreten und auch bei der Dekanatsjugendarbeit. Darüber freuen wir uns sehr, da Nathalie ja auch schon eine langjährige Mitarbeiterin in unserer Jugendarbeit ist und weiß, was sie da alles erwartet! Wir wünschen Nathalie für diese Zeit alles Gute, viel Kraft für die bevorstehende Arbeit und Gottes Segen!
So, und wer nun denkt, der Sommer ist vorbei, Zeit um die Füße hoch zu legen und sich abends am offenen Kamin schön auszuruhen, hat sich getäuscht. Denn mit Volldampf geht es in den Herbst!
In wenigen Wochen startet die Freizeit für junge Erwachsene nach Schottland, über 30 junge Menschen werden dann 11 Tage lang Land und Leute erkunden. Zum ersten Mal findet diese Freizeit im Herbst statt.
Und danach geht es gleich weiter, Ende Oktober werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich auf ein Klausurwochenende begeben, um die Arbeit im letzten Jahr zu reflektieren und die Jahresplanung für das nächste Jahr zu machen.
Am 2.11. findet dann der Freizeitdankgottesdienst statt. Alle TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen der drei Freizeiten sind dann eingeladen in Erinnerungen zu schwelgen und für die Freizeiten zu danken!
Im November wird es dann noch zwei Highlights geben. Vom 12.-14- November wird die inzwischen schon traditionelle Jugendbibelwoche stattfinden. In den Gemeinden Dautphe (mit Holzhausen), Friedensdorf, Obereisenhausen (mit Gönnern und Ober- Niederhörlen) und Gladenbach werden diese Abende gestaltet. Das Thema in diesem Jahr: “Ohne dich ist alles doof!” Lasst euch überaschen, was euch an den verschiedenen Orten so alles erwartet!
Der Abschluss der Jugendbibelwoche wird dann wieder unser “Live in concert” sein. Achtung, diesmal nicht in der Hinterlandhalle, sondern im Bürgerhaus Niedereisenhausen!!! Zum ersten Mal konntet ihr per Voting mitbestimmen, welche Bands auftreten. Octoberlight hat die meisten Stimmen bekommen, gefolgt von Ararat. Vervollständigt wird der Abend noch durch zwei einheimische Bands: H.O.P.E aus Wetzlar- Naunheim hat den Hünstein Award beim Ostertreffen gewonnen, außerdem wird noch The Row spielen, eine Band, der unter anderm unser Dekan Matthias Ulrich und Pfarrer Olaf Schmidt angehören!
Wir freuen uns sehr auf ein tolles Konzert mit den vielen Bands und hoffen, dass ihr alle dabei seid!
Ende November wird es dann noch mal ein arbeitsreiches Wochenende für die Dekanatsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter geben. Inzwischen zum dritten Mal werden wir eine Adventskranzaktion machen. Auf Bestellung werden Adventskränze gemacht, dadurch bessern wir unseren Jugendetat noch mal auf, damit wir weiterhin auch tolle Veranstaltungen anbieten können!
Also, ihr seht, es stehen noch viele Dinge auf dem Programm in diesem Jahr! Wir würden uns sehr freuen, wenn wir viele von euch auf der ein oder anderen Veranstaltung begrüßen dürfen!
Viele liebe Grüße
Christine

Blau vom Schlumpf gefragt

8. Juni 2008

Berlin. Der Sommer wird schlumpfblau. Schon im vergangenen Jahr war die Farbe auf den Catwalks der großen Modedesigner zu sehen- jetzt kommt sie auch in die Filialen der großen Ketten, hat die Trendagentur Cobra Youth aus Berlin beobachtet.
Auf den Straßen der Hauptstadt seien immer mehr Accessoires und T-Shirts in der auffälligen Farbe zu sehen. Allerdings sollten Modebewußte nur Einzelteile in der Knallfarbe wählen. (MNZ 8.6.08)

Die evangelische Jugend liegt also voll im Trend! Mit ihren schlumpfblauen T-Shirts und nicht zuletzt mit ihrem \”Schlumpf\” (für alle, die es noch nicht wissen, unser VW-Bus wird liebevoll \”Schlumpf\” genannt!) haben wir schon vor längerer Zeit das Hinterland erobert! Und nun zieht endlich Berlin nach! Es wird spekuliert, dass dies die mögliche Folge von ausgelagerten Mitarbeitern ist. Nachdem Christian Bock im letzten Jahr seinen Zivildienst in Berlin angetreten hat (er ist seit ein paar Tagen von seiner Entwicklungshilfe wieder zurück :-)), folgte ihm Torben Schmidt. Tja und nun setzt sich die Farbe auch langsam in Berlin durch! Habt ihr toll gemacht, ihr zwei!

Aber nicht nur was die Farbwahl angeht, sind wir voll im Trend. Nein, auch durch unser gerade laufendes Voting stehen wir großen Fernsehshows nichts nach! Nur einen Unterschied gibt es, bei uns kannst du ganz kostenfrei mitbestimmen, welche Band bei unserem 5. \”Live in concert\” Festival im Herbst auftritt! Noch bis zum 16. Juni kannst du hier auf unserer Homepage deine Simme abgeben. Wir haben eine kleine Vorauswahl getroffen, hör dir ein paar Songs der Bands an und gebe deinem Favoriten die Stimme!
In diesem Sinne trendige Grüße von
Christine

Wie die Zeit vergeht…

19. Februar 2008

Nun haben wir dieses Blog schon über ein Jahr! Eine ganze Menge ist seitdem passiert und von einigen Dingen haben wir ja auch berichtet. Aber ganz ehrlich: Manchmal fehlte in aller Geschäftigkeit auch schon mal die Zeit die Homepage aktuell zu halten und über Aktuelles im Blog zu schreiben.

Und so möchte ich heute nichts anderes tun als euch mitten in den Vorbereitungen zum Jugendkirchentag und zum Ostertreffen, zwischen Telefonaten, Abrechnungen und Materialverleih herzlich zu grüßen :-)

Das rockte mal so richtig…!

20. November 2007

Auch wenn ich mir noch nicht so sicher bin, dass es wirklich 900 Leute waren, die zu unserem 4. \”live in concert\”-Event gekommen sind, eins steht doch fest: So ging die Post noch nie ab! Ich will ja nicht ständig uns selbst auf die Schulter klopfen, aber das dürfte doch jetzt mal ein dickes Ausrufezeichen gewesen sein! Die Stimmung war doch echt prickelnd, genauso wie die Bionade, von der wir nächstes Mal deutlich mehr brauchen!
Viele haben mir wieder gesagt, dass Echtzeit der Renner war (einfach die kleine Portion härter als Judy…). Damit haben wir ja schon die Marschroute für nächstes Jahr, die ich ja immer gern anbringe: \”schneller, härter, lauter\”!
Aber lassen wir das, erstmal können wir echt mit uns und dem Event zufrieden sein. Heute in der Schule konnte man die gute Stimmung noch so richtig nachwirken sehen!
Danke an alle, die wieder so bärig Hand in Hand gearbeitet haben und mir damit den Freiraum für diverse Ausflüge ins Publikum (mit Headbanger-Perücke) ermöglicht haben!
Ihr seid einfach ssssssssssssuper!
Stefan

137 Menschen, 42 Tage, ca. 12.000 Kilometer

20. August 2007

war die evangelische Jugend in den Sommerferien unterwegs.
Am 08.07. brach die erste Freizeit in Richtung Denia (Spanien) auf. Die integrative Jugendfreizeit für die 16- 18 jährigen verbrachte zwei sonnige Wochen im wunderschönen Camp Saron unter Palmen mit eigenem Pool. Während die Jugendlichen sich wieder auf die Heimreise begaben, machten sich im Hinterland in der Zwischenzeit 21 junge Menschen startklar, um zwei Wochen in Aleria (Korsika) zu verbringen. Nach logistischen Meisterleistungen trafen sich beide Freizeitgruppen auf einem Parkplatz in Frankreich, um dort unseren dekanatseigenen Bulli, auch liebevoll “Schlumpf” genannt zu übergeben, denn unser Schlumpf sollte während den Sommerferien das Hinterland nicht mehr sehen. Und damit die Freizeit auch vollzähllig war, haben wir nicht nur den Schlumpf übergeben, sondern haben den Klaus auch gleich dagelassen. Schließlich sollte er nicht nur die Sonne Spaniens kennenlernen, sondern auch noch den Strand von Korsika :-)
In ihrem Camp direkt am Strand verbrachten dann die Teilnehmer 14 (ent-)spannende Tage.
Und während sie sich auf die Heimreise begaben machten sich wiederum 48 Teilnehmer/innen und 11 Mitarbeiter/innen im Hinterland auf den Weg nach Denia. Und wieder trafen sich beide Gruppen auf einem Parkplatz in Frankreich, der Schlumpf wurde weitergereicht, nur der Klaus durfte nach Hause, die Sonne Spaniens kannte er ja schon.
Auch die integrative Jugendfreizeit der 13- 15 jährigen verbrachte 14 Tage im Camp Saron in Denia, leider waren die Tage nicht alle sonnig, wie ich hörte. Aber trotzdem hatten auch sie eine schöne Zeit dort.

137 Menschen, 42 Tage, ca 12.000 gefahrene Kilometer, das bedeutet auch, viele Begegnungen, aufeinander Rücksicht nehmen, intensive Gespräche über Gott und die Welt, gemeinsame Bibelarbeiten, wenig Schlaf, Spaß, Erholung, neue Freundschaften, alte Bekannte treffen, miteinander singen und spielen und noch vieles mehr!

137 Menschen, 42 Tage, ca. 12.000 Kilometer, das ist für mich heute aber auch ein Grund Danke zu sagen:

Mein erster Dank geht an die vielen Teilnehmer/innen auf den drei Freizeiten. Danke, dass ihr euch darauf eingelassen habt, mit uns auf eine Freizeit zu fahren. Danke, dass ihr zum gelingen der Freizeiten beigetragen habt.

Mein zweiter Dank geht an die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen, ohne die solche Freizeiten überhaupt nicht zustande kommen würden. In vielen Vorbereitungstreffen habt ihr euch engagiert auf die Freizeiten vorbereitet, einige von euch haben sogar ihren privaten Urlaub dafür “geopfert”. Und ich sage jetzt bewußt geopfert, denn so schön Freizeiten auch sind, Erholung ist irgendwie anders… Ohne eure vielfältigen Gaben, Ideen und Persönlichkeiten könnten Freizeiten nie so bunt und abwechslungsreich gestaltet werden! DANKE!!!

Mein dritter Dank geht an die Menschen, die die Verantwortung auf sich nehmen und Freizeiten planen und auch leiten. Da gehört schon viel Vorarbeit dazu, bis ein Haus gebucht, ein Flyer entworfen und eine Freizeit endlich losgeht. Viel logistische Meisterarbeit war da gerade in diesem Jahr gefragt! DANKE an alle, die die Freizeiten geleitet und dafür Verantwortung übernommen haben!

Mein letzter Dank geht an Gott, denn er hat 137 Menschen an 42 Tagen und 12.000 gefahrenen Kilometern keine Sekunde aus den Augen gelassen. Gott hat während der ganzen Zeit seine schützende Hand über jeden einzelnen von uns gehalten und uns bewahrt.

Und so können nun 137 Menschen nach 42 Tagen und 12.000 gefahrenen Kilometern wieder, gestärkt durch die Freizeiten, in ihren Alltag gehen. Sicher wird die eine oder andere Begegnung, das eine oder andere Gespräch oder die eine oder andere Bibelarbeit uns noch länger begleiten. Ich hoffe und wünsche allen, die auf einer Freizeit mit waren, dass sie gerne an die “schönsten Wochen” des Jahres zurückdenken und nächstes Jahr wieder dabei sind wenn es heißt: … Menschen … Tage … Kilometer mit der evangelischen Jugend unterwegs!
Herzliche Grüße
Christine

Lebendig und kräftig und schärfer…

12. Juni 2007

…so lautete das Motto des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentags, den wir in der vergangenen Woche mit zahlreichen Jugendlichen aus dem Dekanat besucht haben. Wir haben bewegende Tage in Köln erlebt mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, haben Buntes und Kurioses gesehen - der Markt der Möglichkeiten ist manchmal eben auch ein Markt der Unmöglichkeiten und treibt manche Blüte. Aber es gab auch eine Vielzahl von Bibelarbeiten und Podien, bei denen ernsthaft miteinander gerungen wurde. Dem Motto entsprechend sehr lebhaft und sehr scharf in der Auseinandersetzung.

Eine Sache ist mit dabei aufgefallen. So knackig und cool das Motto des Kirchentags auch daherkommt und so toll wie es wäre, wenn unsere Kirche tatsächlich lebendig und kräftig und schärfer wäre, so tun wir doch gut daran mal den ganzen Bibelvers zu lesen.

“Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.” (Hebräer 4, 12)

Mit anderen Worten: Der Slogan des Kirchentags gilt nicht ihm selbst, oder der Kirche oder uns Christen sondern allein dem Wort Gottes!

Von wegen verstaubter Bibel mit Anekdoten von vor 2000 und mehr Jahren! Das Zeugnis von Jesus Christus, der selbst das fleischgewordene Wort Gottes ist, hat immer noch Relevanz für diese Welt! Das heilende Wort, das Jesus zu Blinden, Lahmen, Taubstummen und anderen spricht ist mächtig und lebensverändernd. Die Maßstäbe, die Jesus in der Bergpredigt aufstellt haben durch die Jahrhunderte nichts an Brisanz verloren und gelten immer noch! Seine Bilder und Gleichnisse von Gottes Welt sind auch heute noch eindrücklich.

Ja, wenn man sich drauf einlässt ist es ganz schön scharf, das Wort Gottes! Es will Maßstab für unser Leben sein und uns helfen die Geister zu unterscheiden! Dass das nicht immer bequem ist versteht sich von selbst. Das Wort vom “Richter” macht dabei manchen Mühe. Verurteilt Gott die Gedanken und Sinne meines Herzens? Im Griechischen steht für “Richter” das Wort “kritikos”. Damit kann ich viel mehr anfangen: Gottes Wort ist mir ein Gegenüber, ein Kritiker meines Lebens und aller meiner Gedanken: Was ist gut? Was hilft mir und anderen zum Leben? Was schadet und wobei verliere ich mich? Gut, wenn man einen “Kritiker” hat, der einem sachlich spiegelt, wo’s gerade hängt!

Ein letzter Gedanke: Jemand sagte mal, dass wir Christen das Wort Gottes sind, das heute noch gelesen wird. Er meinte damit, dass unser Lebensstil Bände spricht und noch viel stärker gehört wird, als das was wir von Gott erzählen. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass wir lebendig und kräftig und schärfer von Gott reden. Dass wir uns einmischen in die Konflikte dieser Welt, sei es im Großen wie auch im Kleinen. Eine Falle sollten wir dabei allerdings meiden: Die Versuchung ist groß, dass wir nicht so recht auf die Macht des Wortes Gottes vertrauen und ihm stattdessen selbst zur Macht verhelfen wollen. Dabei wird es zum Schwert, das verletzt und tiefen Wunden zurücklässt.

Das Wort Gottes will niemals zerstören. Es will ins Leben rufen, so wie das Schöpferwort Gottes diese Welt ins Leben rief. In diesem Sinne: Lasst uns von Gott reden und damit die Welt verändern :-)

Klaus.

12. Juni 2007

Was wir alleine nicht schaffen…

10. April 2007

Auch wenn es bereits zum 52. Mal stattgefunden hat - das Ostertreffen ist und bleibt ein Event, dass viel Arbeit bedeutet. Ein gutes halbes Jahr intensive Vorbereitung in MAK und JuGo-Team ist schon notwendig, um unser Jugendtreffen auf die Beine zu stellen. Viele Ideen werden entwickelt, noch mehr Ideen wieder verworfen. Viele Aufgaben sind zu verteilen und wahrzunehmen, damit die Logistik eines solchen Events funktionieren kann. Was wir alleine nicht schaffen…

Im Nachmittagsprogramm dann ein Mega-Spiel bei dem es auf viele unterschiedliche Gaben und Begabungen ankam. Mal ging es darum den härtesten Schuss auf ein leidgeplagtes Fußballnetz abzugeben, mal mit der besten Stimme beim Singstar abzuräumen, mal mit der schärfsten Nase die richtigen Gewürze zu erkennen. Wieder andere Fähigkeiten waren am Rudergerät, beim Musikmix und an den anderen Stationen gefragt. Keiner ist in jeder Disziplin gut - deshalb haben letztlich die Teams gewonnen, die den besten Teamgeist an den Tag gelegt haben und dadurch ihre persönlichen Begabungen am besten in Szene setzen konnten. Was wir alleine nicht schaffen…

Heute Morgen dann der Anruf von Herrn Markus, dem Inhaber der Fa. Reifen Ritter - wir haben tatsächlich das Voting gewonnen! Und zwar unangefochten und mit ziemlich deutlichem Abstand zum Zweitplatzierten! Neben der Freude über 500 Euro für unsere Jugendarbeit macht sich bei mir über Tag mehr und mehr eine andere Freude breit: Ich bin schlichtweg überwältigt, dass uns so viele Menschen unterstützen und unsere Arbeit so vielen Menschen etwas bedeutet! Was wir alleine nicht schaffen…

Und da schließt sich der Kreis zu Nataschas Predigt im Gottesdienst des Ostertreffens: Hier wächst was! Und zwar etwas das nicht auf irgendwelchen tollen, schnelllebigen Ideen beruht, die sich irgendwelche tollen Menschen ausgedacht haben. Hier wächst etwas, weil Gott Neues, Gutes schaffen möchte und uns dabei als Bauleute in seinem Reich gebrauchen kann und will. Und: Hier wächst etwas zusammen, das sich durch Gottes Geist verbunden weiß und in seiner Liebe die Mitte des Lebens entdeckt und erkennt. Was wir alleine nicht schaffen…

…das schaffen zusammen! Weil Gott uns Menschen zur Seite stellt, die uns nicht nur helfen Events auf die Beine zu stellen oder Votings zu gewinnen, sondern die uns helfen das Leben mit all seinen Anforderungen zu meistern.

In diesem Sinne seid herzlich gegrüßt!

Klaus.